S.B.s Pamphlet vom EF

Der Schrieb, den S.B. auf dem EF zum Teil verlesen hat, wirft in mir einige Fragen auf.

 

Z.B. Honorartöpfe, ich frage mich schon lange, wie hoch diese Budgets eigentlich sind? Warum werden sie nicht planvoll und zweckmäßig für spannende Projekte und Fach"unterricht" ausgegeben?

 

Es gibt darüber hinaus ja auch ein Krankheitsvertretungs- budget. Dies soll sicher stellen, dass im Krankheitsfall eines Pädagogen sofort und ohne Kostendiskussion für Vertretung gesorgt werden kann - ohne die Honorartöpfe zu strapazieren.

 

Kann mich nicht erinnern, dass das ein Pädagoge mal genutzt hätte.

 

Interessanterweise fällt dem Vorstand in diesem Zusammenhang nur auf, dass die bestehenden Honorarverträge auf undurchsichtigen Wegen zustande kamen. Außerdem soll zukünftig nur für etwas Honorar bezahlt werden, für das die Schule einen Lehrauftrag hat. ?!?!

 

Werden wir also keine Band mehr haben? Was ist mit Schach? Kunst hat sich ja anscheinend schon erledigt - meines Wissens, hat J.S. nach dem EF in' Sack gehauen und N.K. wird gar nicht erst antreten. (Zu Recht!)

 

Weiter stellen sich dem Vorstand "demokratische" Fragen (?) bei Honorarverträgen mit Eltern --> Willkür, Filz und Machtstruktur werden in diesem Zusammenhang genannt.

 

(Wir sind oft alle sehr unterschiedlicher Meinung an der Schule. Aber wenn das wirklich Fragen wären, die die Schulgemeinschaft beschäftigen, dann hätten wir doch sicher schon auf dem einen oder anderen EF darüber diskutiert. Ich glaube, die Mehrheit ist heilfroh, dass wir diese (bezahlten) Angebote überhaupt haben!)

 

S.B. erwähnte zudem, dass sie sich schon immer gefragt hat, warum einige Eltern Geld bekommen und andere nicht. Außerdem erwähnte sie Eltern, die sich gewundert hätten, wie A.O. damals überhaupt an den Sekretariatsjob gekommen war.

 

Wer sind die Eltern, die sich darüber gewundert haben? Wer sind die Filzer, die A.O. auf undurchsichtigen Wegen protegiert haben?

 

Im gleichen Schreiben ist von polizeilichen Führungszeugnissen und Grenzüberschreitungen von Eltern gegenüber Kindern (dadurch, dass sie zuviel anwesend sind) die Rede. S.B. stellt ernsthaft die Sicherheit unserer Kinder durch die Anwesenheit von Eltern in Frage! Wo sind wir nur hingekommen?

 

Sollten diese letztgenannten Punkte in der Schulgemeinschaft auf Akzeptanz stoßen, ist es genau das, was an Selbstzerstörung noch fehlt. Damit verabschieden wir uns wirklich endgültig vom Schulkonzept und dem Glauben an die guten Absichten eines Jeden.

 

Ich empfinde das alles als so schlimm, weil diese ganzen "Probleme" gar nicht die Probleme sind, die mit den neu zu findenden Regeln gelöst werden sollen. Ich glaube die Erklärungen nicht.

Ja, es sollen "alte Machtstrukturen" abgebaut werden. Die gibt es aber ja gar nicht. Nur "alte" Personen, die Kritik äußern und Dinge hinterfragen. Dass das alleine schon eine gewisse Macht ausübt, kann der Vorstand nicht ändern. Auch nicht mit Kommunikationsverboten (ein geheimer Vorstandbeschluss hatte es T.E. und S.V. untersagt, miteinander zu sprechen!!!) und der alt bewährten Mailzensur "wir wollen keine persönlichen Meinungen durch den Verteiler schicken".

Letztlich funktioniert das aber nicht. Also versucht man, die Personen los zu werden, die Kritik äußern könnte:

T.E. rausgeschmissen, M.S., J.K. und T.B. (im Vorstand einfach nicht beachten, überstimmen und abwarten, dann gehen die schon irgendwann), S.V. sehr subtil gemobbt und A.O. ganz ungeniert auf dem EF demontiert und als "unfähig" stehen gelassen.

 

Die übrigen lästigen Eltern wird man - hoffentlich - mit dem Führungszeugnis-Ding abschrecken.

 

Veranstaltungen, die eher an eine Sekte erinnern (Wölfe-Treffen), als an eine freie Schule, werden gut geheißen. Demokratische Mittel (Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung) werden als Konterrevolution bezeichnet und verurteilt.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0