Schluss mit lustig!

Ich habe lange überlegt, warum wir alle uns nie wirklich erreichen, mit dem was wir sagen. Wo wir doch alle irgendwie des gleichen Geistes Kinder sind. Von wegen!

Quatsch und Käse! Eingeschlichen haben sie sich, die Nichtswisser und Nichts-lernen-Woller. Die haben es sich hier in fremden Betten bequem gemacht. Und weil es schon einige von denen gibt, habe ich mich manchmal ganz schön beeindrucken lassen von "geht doch, wenn es euch hier nicht mehr passt" und "ihr müsst loslassen können" usw.


Sitzen wie die Schmarotzer im warmen Pelz und saugen das letzte bisschen Herzblut aus, was noch vorhanden ist.

Ich weiß auch nicht alles, wahrscheinlich weiß ich nicht mal viel. Aber ich weiß, dass es so wie es läuft, nicht funktioniert und ich bin bereit, dazu zu lernen.


Und die ganze Zeit hab ich Idiot mich von Menschen, die in dieser Sache weniger wissen als ich und die nicht bereit sind, sich wirklich mit der Thematik auseinander zu setzen beeindrucken lassen. Einer dieser Vertreter macht auch keinen Hehl daraus, dass die Theorien unseres Konzept in der Schule zwar ganz gut sind, aber zuhause würde er seine Kinder dann doch lieber anders erziehen.

Der gleiche Vater schreibt an anderer Stelle, dass die Schule sich weiter entwickelt hätte und nicht mehr der beschauliche und ideologische Ort wäre, der er mal war. ????

Von jemandem, der so etwas denkt, lasse ich mich ernsthaft beeindrucken und versuche immer wieder Konflikte auf inhaltlicher Ebene anzugehen.

Setzen: 6!

Disqualifiziert für jede weitere Auseinandersetzung.

Die Schule war nie ein beschaulicher Ort. Die Schule war eine radikale reformpädagogische Keimzelle, die sich - alles andere als beschaulich - gegen unglaublich große Widerstände durchgesetzt hat. Sie war revolutionär, streitbar und kämpferisch, hat sich durch viele Rechtstreitigkeiten einen einmaligen Sonderstatus erkämpft: Eine absolute Freiheit, die es so wohl nicht ein zweites Mal in Deutschland gibt.

Was machen wir mit dieser Freiheit? An jeder Regelschule werden winzigste Freiräume vielfach kreativer ausgenutzt, als an unserer, wo wir uns nur noch mit dem Erreichten (nämlich unsere Kinder machen gute Abschlussprüfungen) schmücken und ansonsten in Beschaulichkeit und Langeweile ertrinken.

Wo sind die neuen Qualitäten, die eine Weiterentwicklung mit sich bringen müsste? Das Ziel der Schule war es einmal, wegweisende gesellschaftliche Veränderungen mitzugestalten, ökologisches Bewusstsein zu schaffen und mit eigenen Projekten darzustellen. Es ging nie um einen schönen Schulalltag und einen Abschluss! Und die Freiheit der Kinder ist nur im Kontext des Gesamten ein zielführendes Kriterium. Wenn das Bewusstsein für das Ganze nicht da ist, verkommt die Freiheit zu Laissez-Faire und Sommerfrische.

Unsere Freiheit nutzen wir ausschließlich zur Bequemlichkeit und zum Unterlassen. Jedes neue Projekt, was einigermaßen vorzeigbar scheint, gibt es in gleicher oder besserer Qualität dutzendfach an Regelschulen.  

Ich bin nicht falsch an diesem Ort, der das immer noch in seinem Konzept stehen hat. Jeder, der das Konzept nicht versteht und nicht bereit ist, es zu lernen, der diese Ziele nicht in sich trägt, der ist falsch und sollte gehen.

 

 

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