Neues von den Strippenziehern

Das Pateneltern-Resozialisierungsprogramm

 

In die kontorverse Diskussion um die Länge der Mindestzugehörigkeit von Eltern, die Paten werden wollen, ist frischer Wind gekommen. Aktuell erklärte ein Schulvater, der eher der Fraktion der "Anderen" angehört, durch welche Herangehensweise an die Frage er mittlerweile glaubt, dass es gut ist, wenn noch recht neue Eltern auch Paten werden dürfen.

 

Sein Betrachtungswinkel ist allerdings derart schräg, dass ich das Gefühl habe, man muss den Menschen vor sich selbst schützen. Deshalb nenne ich heute keinen Namen.

Also, gut aufpassen:

 

Der Schulvater hatte einen interessanten Beitrag über eine besonders wirksame Resozialisierungsmethode bei Straffälligen gesehen oder gelesen. Die Statistiken weisen ja bekanntermaßen bei den gängigen Methoden eine relativ hohe Rückfallquote aus. Diese neue Therapieform beinhaltet ein Wohn- oder Arbeitsprojekt (egal), bei dem immer auch die, die erst kurze Zeit dabei sind, für die ganz Neuen im Projekt zuständig sind. Das ist wohl der Schlüssel zum Erfolg, weil diese, sobald sie in Verantwortung kommen, sich viel intensiver mit dem ganzen Thema auseinander setzen müssen. Und deshalb scheint es dem Schulvater eine gute Lösung auch für unsere "Neuen" und "ganz Neuen" zu sein.

 

Die alten Neuen (z.B. der, der immer auf dem Schulholf rumlungert) hätten so eine echte Chanve, quasi unter kontrollierten Bedingungen resozialisiert zu werden und sich beim Heranreifen ihrer positiven Grundhaltung der Schule und der Umsetzung des Konzeptes gegenüber, über die Schulter gucken zu lassen. 

 

Mir fehlt ehrlich die Phantasie, welcher geistig-moralischen Haltung es bedarf, um diese Parallelen zu ziehen.

 

Ein bäuerlicher, oft alkoholisierter Nachbar aus meinen Kindertagen hielt nicht viel von Resozialisierung. Er setzte viel mehr auf Prävention und die für alle, die ihn einfach nur nervten: Alle in einen Sack, mit'm Knüppel drauf - triffst immer den Richtigen. (Weiß gar nicht, wie ich da jetzt drauf komme.)

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Kommentare: 1
  • #1

    Nachtrag (Montag, 07 Januar 2013 11:24)

    Heute doch ein konkreter Hinweis auf die Person: Es handelt sich um H.Q., seines Zeichens Vorstandsmitglied