Neues aus der Kaufmännischen

Es geht voran! In der Verwaltung weht ein professioneller Wind. Alte Missstände werden systematisch ausgemerzt.

 

Z.B. die Buchführung. Die Kaufmännische hat entdeckt, dass seit September keine Buchführung mehr stattgefunden hat und schwupp, das Thema wird angegangen. Da wird nicht lange gefackelt, die Probleme werden identifiziert, beim Namen genannt und abgearbeitet - transparent vor unseren Augen. Wie das wohl früher war? Leider liegen die knallharten Fakten nur für den Zeitraum ab September vor. Was davor alles nicht erledigt wurde, weiß doch kein Mensch. 

 

In der Zwischenzeit tun alle ihr Bestes. Regelmäßig werden die roten Zahlen auf den Kontoauszügen überprüft und mit Theorien über ihr Zustandekommen abgeglichen. Fast täglich gibt es aktuelle Hochrechnungen aus der Pi x Daumen-Abteilung.

 

Als erstes konnte der - bereits viel beschworene - Kaffeeautomat als Geldverschleuderer identifiziert werden. Knallhart wird hier nun eingespart.

 

Als zweites sind natürlich die ganzen Wulffer Schuld.

Stichwort: Herabsetzungsantrag.

 

Leider gibt es auch hier zur Zeit keine konkreten Daten über die Anzahl der Herabsetzungsanträge und vor allem über die Anzahl der berechtigten Herabsetzungsanträge. Derweil droht der Schule ihr persönliches Griechenland. Wenn die Leistungsträger und Höchstsatzzahler nicht zum Zahlmeister der gesamten Pädagogische Union werden sollen, muss es einen Schnitt geben. Dass es den Bearbeitungsrückstand gibt, ist ja nun auch nicht Schuld des Vorstandes, konnte ja keiner wissen, dass das Kassenpersonal sich so schwer tut.

 

Der Vorstand hat mit der Einführung eines "Prüfvermerk Herabsetzungsantrag-Antragsformulars" für einen erheblich besseren Work Flow gesorgt. Weitere Maßnahmen:

 

Zunächst einmal werden diese ollen Schnorrer-Anträge gar nicht mehr in die Aufnahmemappen eingelegt. (Auch die Kinderaufnahme muss sich mal an die Nase fassen und den Fokus künftig auf ein zahlungskräftigeres Klientel legen.) Und für alle alten gilt: Tabularasa, alle bei denen der Antrag noch nicht durch ist, zahlen jetzt erstmal den Höchstsatz. Bis die Anträge geprüft sind und ein Bescheid erlassen wird. Spätere Rückerstattungen sind grundsätzlich nicht ausgeschlossen.

 

Natürlich reicht das noch nicht. So hofft man mit der Freisetzung von T.E. einen gehörigen Batzen Geld einsparen zu können. Da sind dann auch kurzfristige Investitionen in diesen Plan erlaubt. Die Kündigung wurde an einen professionellen Spezialjuristen deligiert. Und schon sind wir "im Prozess". Der Förderverein akquiriert gerade Sponsoren für die Prozesskosten.Vielleicht wird auch eine kleine Umlage gemacht.

 

Last but not least: Die Arbeitsstundensäumigen werden endlich zur Rechenschaft gezogen und aus der Wulff'schen Hängematte geworfen. Entweder sie zahlen jetzt sofort für die nicht geleisteten Stunden oder sie müssen mit S.P. die Bordsteinkanten fegen: Mindestens 11 halbe Stunden lang. (Schließlich haben sich alle in ihrem Schulvertrag dazu verpflichtet. Also, nicht wirklich, noch nicht. Aber bald. Dann wird es auch eine Arbeitsstundenverordnung geben. Versprochen.)

11.02.2012

 

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